Ein Afghane kommt ins Haus

 

photo: Adshanta Demolition Man - owner: Tarpea / France

erste Überlegungen

Im Vorfeld sollten Sie für sich entscheiden,

was Sie in Zukunft mit ihrem Afghanen unternehmen möchten.

möchte ich einen Ausstellungshund ? ( für Show - Rassehundeausstellung )

möchte ich einen Leistungshund ? ( Sport - Rennbahn)

möchte ich in Zukunft selbst züchten ?

möchte ich den Afghanen als reinen Familienhund ?

  

  

Wenn Sie eine Antwort auf Ihre Fragen haben, 

dann ist das Aussuchen des Züchters wesentlich einfacher.

Es gibt *Schönheit und Leistungszuchten 

 < Zucht des Afghanen für Rennsport und Showbesuche

Ich versuche es mit einfachen Worten zu erläutern:

*reine Leistungszucht - Afghanen speziell für den Windhundrennsport

< meist ist hier der Typ des Afghanen leicht mit nicht zu üppigem Haar vertreten, 

der Hetztrieb des Afghanen ist ausgeprägter da er für den Rennsport gefördert wird

*Schönheitszucht - Afghanen vorwiegend für Show und Ausstellungen

< diese sind meistens üppiger beharrt,

der Knochenbau etwas stärker und von der Größe her ( Rüden ) imposanter,

bei reinen Showafghanen ist der Hetztrieb nicht so stark ausgeprägt,

aber trotzdem laut seinen Anlagen vorhanden

Wenn Sie vorab Züchter virtuell im Netz besuchen,

werden Sie schnell deren Aktivitäten / Hobbys  

( Show- und / oder Rennbahnbesuche ) erkennen,

so können Sie dann für sich entscheiden

ob Ihnen dieser Typ des Afghanen mit seinen Eigenschaften zusagt

und vielleicht genau Ihren Vorstellungen entspricht.

Ein aktiver Züchter der auf sich und seine Lieblinge etwas hält,

wird immer die Erfolge seiner eigenen Nachzucht stolz präsentieren.

Die Aktivität einer Zucht kann sich auch  "nur"  auf die Anzahl der Würfe,

Welpen und deren Farbenvielfalt beschränken

ohne vielleicht im Renn- u. / o. Ausstellungsgeschehen tätig zu sein.

Dies muss nicht immer gleich mit kommerziellen Zwecken in Verbindung gebracht werden, 

dies zeugt von aktiven Zuchtgeschehen und findet sicherlich auch seine Berechtigung.

Lassen Sie sich einfach beraten, der von Ihnen ausgewählte Züchter kennt

seine Afghanen / Welpen bzw. Zuchtlinien und wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Bei einem Familienhund ist die Wahl weniger problematisch, 

bei einem Zucht - oder Ausstellungshund wird es da schon schwieriger.

Eine Gewährleistung kann Ihnen kein Züchter geben, 

da zu viele Faktoren während des Wachstum eine Rolle spielen können. 

DAC - diesem Rassezuchtclub haben wir uns 1996 angeschlossen


Auswahl des Welpen

Bevor man sich mit den Welpen beschäftigt, 

sehen Sie sich bitte die Eltern des Wurfes an, zumindest die Mutter,

weil der Vater nicht in jedem Falle im Besitz stehen muss.

Die Mutter sollte einen gesunden und vitalen Eindruck machen,

auch die Unterbringung des Wurfes sollte man betrachten.

Sauberkeit ist auch eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit. 

Auch sollten die Welpen die Möglichkeit haben,

sich draußen auszutoben und zu spielen. 

Sie sollten einen vitalen, gut genährten Eindruck machen,

alle Welpen sollten zutraulich und neugierig sein.

Das Abgabealter ist optimal mit ca. 10 - 12 Wochen

Vor der Abgabe sollten die Welpen gechipt, 

mehrfach entwurmt und erstmalig

gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose

und Parvovirose  ( SHLP ) geimpft sein.

 

der Umzug uns neue Zuhause


Wenn Sie Ihren Welpen nach Hause geholt haben,

vermeiden Sie bitte Hektik.

Der Welpe hat alles verloren, was er bisher geliebt und gekannt hat

und braucht nun etwas Zeit, sich an seine neue Umgebung,

an  neuen Menschen und evtl. auch an andere Haustiere zu gewöhnen. 

photo: Adshanta Be my never ending Dream and Nightwind Kiss and Tell - owner: Lalla / D

Vermeiden Sie in den ersten Tagen auch, 

dass sich viele fremde Menschen mit ihm beschäftigen. 

Er muss erst für sich lernen,

wo er nun zu Hause ist und welche Menschen zu ihm gehören.


Bis nach dem Zahnwechsel, der mit ca. 6 Monaten abgeschlossen ist

sollten Sie darauf achten, dass der junge Afghane möglichst wenig springt 

Bänder und Gelenke brauchen Zeit,  sich zu festigen. 

Aus demselben Grund nehmen Sie ihn niemals nur an den Vorderbeinen hoch. 

Wenn Sie ihn hochnehmen wollen, fassen Sie ihn bitte mit der rechten Hand

unter den Bauch bzw. Brustkorb und mit der linken unter das Gesäß.

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Die erste Nacht im neuen Zuhause

photo: Adshanta Butterfly Boons - owner: Pawöitzky / D

Bitte holen Sie Ihren Welpen morgens oder in der Mittagszeit vom Züchter ab. 

So hat er die Möglichkeit die neue Umgebung zu erkunden.

Zeigen Sie ihm ruhig das Haus und den Garten, 

seinen Schlafplatz und seine Futter- bzw. Wasserschale.


Wenn Sie vom Züchter ein Handtuch / Decke o.ä. erhalten haben, 

dann spielen Sie mit ihm damit und legen Sie das Handtuch

bzw. Decke nach dem Spiel auf sein Schlafplatz.

So hat er noch den bekannten Geruch um sich

und kann sich ein wenig einfacher einleben.

Bedenken Sie, dass der Welpe sich meistens nach dem Fressen, 

Schlafen und Spielen lösen muss. 

Legen Sie sich ein Leckerchen bereit.

Zeigen Sie dem Welpen seine zukünftige Lösestelle 

und belohnen Sie ihn auch direkt vor Ort. 

Machen Sie sich eventuell auch Nachts die Mühe 

und gehen zu dieser Stelle - 

Sie werden sehen, dass sich dort in Zukunft seine Toilette befindet 

und er den Garten o.ä. sauber hält.


Die ersten Nächte sollte der Welpe niemals allein verbringen. 

Entweder eine Person schläft beim Hund, 

oder Sie holen den Schlafplatz Ihres Welpen an Ihr Bett. 

Wenn der Welpe "Heimweh" bekommt,  

können Sie ihn so sanft mit tröstenden Worten beruhigen 

und eventuell Ihre Hand mit ins Körbchen legen.

photo: Adshanta Cover - owner: Weißflog / D

 Wenn er dann sicherer ist, dann kann der Schalfplatz

weiter vom Bett gestellt werden. 

So hat der Welpe eine leichtere Umstellung von seinen Geschwistern 

und Mama zum neuen Rudel - seine zukünftige Familie.

Weiterhin bemerken Sie sofort die Unruhe, falls der Welpe sich Nachts mal lösen muss. 

So haben Sie am Morgen kein  " böses Erwachen " und Ihr Welpe lernt sich zu melden

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Erziehungstraining

Am wichtigsten für Ihr zukünftiges Zusammenleben ist wohl, 

dass der junge Afghane stubenrein wird. 

Sicher hat er zu Hause schon gelernt,

dass er sein Geschäftchen lieber im Freien erledigt, 

aber nun ist er ja in einer neuen Umgebung. Zunächst bringen Sie ihn 

am besten alle zwei Stunden nach draußen,

immer aber nach dem Fressen und wenn er vom Schlafen aufwacht. 

Wenn er dann draußen seine Geschäfte mit Erfolg verrichtet hat, 

loben Sie ihn. Wird er bei einer Entgleisung in der Wohnung erwischt -

und das wird wohl in der ersten Zeit 

mehr oder weniger oft vorkommen -

weisen Sie ihn auf sein " Vergehen " in scharfem Ton 

hin und bringen Sie ihn sofort wieder nach draußen zu seinem Löseplatz.

Er wird da nichts mehr machen, lernt dadurch aber schnell,

wo der von Ihnen gewünschte Platz für seine Bedürfnisse ist. 

Das ist zuerst sicherlich sehr mühsam, 

aber nur Konsequenz Ihrerseits wird zum schnellem Erfolg führen.

photo: Adshanta Cachemire - owner: Hortig / D

Mit zunehmendem Alter können die Abstände, 

in denen Sie ihn hinausbringen, größer werden. 

Er wird dann auch schon mit unruhigem

Hin- und Herlaufen von sich aus darauf aufmerksam machen.

Für ein glückliches Zusammenleben ist es auch notwendig,

dass Ihr Afghane lernt, auch mal allein zu bleiben.

Versuchen Sie nach ein paar Tagen des Eingewöhnens 

ihn zunächst für kurze Zeit allein zu lassen. 

Damit das für ihn leichter wird, geben Sie ihm dazu ein neues Spielzeug, 

einen Kauknochen oder auch einen richtigen Knochen. 

Schließen Sie die Türen zu den Zimmern, 

in denen Sie ihn am besten nicht allein lassen möchten.

photo: Adshanta Cachemire - owner: Hortig / D

Weint er wenn Sie gegangen sind, gehen Sie zurück, 

sprechen in energischen Ton mit ihm und gehen dann wieder. 

Man braucht unter Umständen dazu schon gute Nerven 

und auch verständnisvolle Nachbarn, ihn dann längere Zeit weinen zu lassen. 

Er wird aber schnell lernen und kann als Heranwachsender, 

dann schon stubenrein, ca.  5 - 6  Stunden allein sein, 

wenn er vorher Gelegenheit hatte, sich draußen zu lösen.

Bei allem, was er lernen muss, sollten Sie nie das Loben vergessen.

Der beste Weg ist natürlich die leckere Belohnung bei Erfolg. 

Bitte nicht mit Riesenportionen und nicht bei jeder geringeren Angelegenheit. 

Klüger ist es, sich auf wichtige Dinge zu beschränken. 

Dazu gehört das Zurückkommen,

wenn man die Möglichkeit hat, ihn frei laufen zu lassen.

photo: Adshanta Douglas Soul - owner: Nungesser / D

 Das ist leider in den wenigsten Gebieten

unseres Landes überhaupt noch möglich. 

So werden sich die Ausgänge wohl in den meisten Fällen 

auf das Spazierengehen an der Leine beschränken.

Mit diesen Ausgängen an der Leine sollte man nicht zu früh anfangen.

Sicher muss der junge Hund Leinenführigkeit lernen. 

Aber erst mit zunehmendem Alter ist längeres Laufen

an der Leine für seine Entwicklung ohne Schaden. 

Vor allem muss der junge Hund lernen,

an der Leine zu gehen - ohne zu ziehen.

photo: Adshanta Cover - owner: Weißflog / D

Wenn man anfängt, den Hund vom Esstisch zu füttern, 

wird er Zeit seines Lebens versuchen, hier gefüttert zu werden. 

Besser ist, den Hund zu füttern, ehe Sie sich zu Tisch setzen. 

Wenn sein Betteln dann keinen Erfolg hat,

wird er das schnell lernen und so akzeptieren.

Denken Sie von Anfang an daran, Ihren Afghanen nichts zu erlauben, 

was Sie nicht während seines ganzen Lebens fortführen wollen.

photo: Adshanta Be my never ending Dream and Nightwind Kiss and Tell - owner: Lalla / D

Wenn Sie in der Nähe eines Gebietes wohnen, in dem Hunde freilaufen dürfen, 

sollten Sie nach kurzer Eingewöhnungszeit Ihren Junghund ohne Leine 

aber mit  Halsband und Namenschildchen und Telefonnummer  freilassen. 

Zunächst wird er genauso viel Angst haben, seinen Menschen zu verlieren wie umgekehrt. 

Wenn er zurückkommt, sollte er immer ein kleines Leckerchen bekommen. 

Sie sollten niemals hinter ihm herlaufen, wenn er sich entfernt, 

sondern lieber die umgekehrte Richtung einschlagen und ihn locken. 

Er wird in den meisten Fällen schnell nachkommen.

Sie können davon ausgehen, dass er um so leichter zurückkommt, 

um so mehr Freiraum Sie ihm geben können. 

Auch wird er dann im Haus merklich ruhiger sein, weil er sich ja austoben konnte. 

photo: Adshanta Double of Hillsbury

Hier gilt aber auch,

dass man dem ganz jungen Afghanen keine Gewaltmärsche zumuten sollte. 

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Natürlich sind Afghanen keine Zwingerhunde, 

eigentlich gibt es kaum einen Hund, der im Zwinger glücklich ist.

Auf jeden Fall brauchen Afghanen die Nähe ihrer Menschen, 

sie werden sich immer als Familienmitglieder fühlen und so soll das ja auch sein. 

photo: Adshanta Business Brilliant and friend - owner: Wisemann / USA

Gewiss kann auch ein Afghane stundenweise

in einem besonderen Bereich ohne seine Menschen leben, 

photo: Adshanta Drama Queen - owner: Granger / USA

besonders dann, wenn zwei oder mehr Hunde zusammenleben. 

photo: Adshanta Champagne - Argent Boucle Knl  / D

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Ernährungstips



Wenn Sie Ihren Welpen mit 10 - 12 Wochen vom Züchter abgeholt haben, 

benötigt er noch drei bis vier Mahlzeiten täglich. 

Die meisten Züchter werden den neuen Hundebesitzern einen Futterplan mitgeben 

und Sie werden sich am besten daran halten. 

Eine plötzliche Umstellung führt zu Verdauungsstörungen  !

Bis zum Alter von ca. 4 Monaten könnte ein Futterplan so aussehen: 

Morgens Quark, Dickmilch, Joghurt oder Kefir, 

Traubenzucker oder Honig und an jedem zweiten Tag ein frisches Eigelb. 

Mittags Trockenfutter für Welpen,

 nachmittags Welpenmilch oder Joghurt, abends Trockenfutter für Welpen, 

evtl. spätabends noch einen Hundekuchen.

Frisches Wasser muss immer erreichbar sein. 

Das Trockenfutter hat gegenüber selbst zubereitetem Futter insofern Vorteile, 

weil in ihm alles in der richtigen Zusammensetzung vorhanden ist, 

was ein junger Afghane in diesem Alter braucht. 

Er bekommt davon nicht zu wenig - aber auch nicht zu viel.

 Beides kann wirklich sehr schädlich sein. 

Ab dem vierten Monat kann man auf die Nachmittagsmahlzeit verzichten. 

Mit einem Jahr kann man seinen Hund dann nur noch einmal täglich füttern. 

Gesünder ist es, wenn man das Futter auf zwei Mahlzeiten verteilt, 

weil der Magen dann nicht so gefüllt wird. 

Besonders die großen Hunderassen können zu Magendrehungen neigen, 

die meistens tödlich verlaufen, wenn dann nicht schnell operiert wird. 

Bei kleineren Futterportionen mehrmals täglich ist diese Gefahr weit geringer.

Falls Sie möchten, können Sie später dann bei Ihrem ausgewachsenen Afghanen

auch zur Fleischfütterung übergehen, dann aber immer mit Flocken oder Reis.

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Vorbereitung auf Ausstellungsbesuche

photo: Adshanta Be my never ending Dream - owner: Lalla / D

Es ist wichtig, dass sich schon der junge Afghane daran gewöhnt, 

hingestellt bzw. korrigiert zu werden und auch still zu stehen. 

photo: Adshanta Copyright

Er muss auch gestatten, dass seine Zähne kontrolliert werden 

und bei Rüden ebenfalls die Hoden. 

Überhaupt muss er sich auch von fremden Menschen anfassen lassen. 

Er sollte an der Leine problemlos laufen. 

Sie können das mit dem Junghund draußen oder drinnen üben. 

In der Jüngsten- und Jugendklasse darf ein Junghund 

auch schon mal einen gewissen jugendlichen Übermut zeigen, 

aber der Richter muss ihn dennoch beurteilen können.

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Gesundheit

photo: Adshanta Butterfly Boons - owner: Pawöitzky / D

Die Normaltemperatur bei Hunden beträgt 38 Grad - 38,5 Grad. 

Ab 39,2 Grad fängt Fieber an. 

Hündinnen werden ein- bis zweimal im Jahr läufig. 

Der Zahnwechsel beginnt mit 4 Monaten und ist meist mit 6 Monaten beendet. 

Je nach Rasse werden Hündinnen nach der Läufigkeit mehr oder weniger scheinträchtig. 

Das kann bis zur Milchbildung führen. Nach dem Tag, an dem ein Wurf fallen würde, 

bildet sich  alles wieder zurück und die Hündin verhält sich normal.

photo: Adshanta Angel of blue Line - Adshanta Aspekting Revolution


Natürlich gibt es die verschiedensten Krankheiten.

Soweit sie den Verdauungstrakt betreffen, ist die Ursache meist fehlerhafte Fütterung. 

Bei Fieber sollte ein Besuch beim Tierarzt selbstverständlich für Sie sein. 

Wichtig sind aber die jährlichen Schutzimpfungen gegen Staupe,

Hepatitis Leptospirose, Parvovirose und Tollwut, evtl. Zwingerhusten. 

Alle diese Krankheiten sind hoch ansteckend 

und können nicht nur erhebliche Arztkosten verursachen 

sondern auch zu bleibenden Schäden oder zum Tod führen. 

Dazu kommt, dass Tollwut

auch für den Menschen ebenso gefährlich und ansteckend ist. 

Die erste Impfung wurde bei Ihrem Züchter vorgenommen, 

die zweite Impfung muss dann bei Ihnen mit ca. 12  -  14 Wochen erfolgen. 

Die weiteren Impfungen erfolgen dann jährlich, meist als Kombination.

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Ich bedanke mich für Ihr Interesse an meinen Ausführungen.

Wir wünschen Ihnen . . .